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Zahlt die Privathaftpflicht in diesem Fall?

Kurz gesagt

Die Privathaftpflicht zahlt, wenn du anderen einen Schaden zufügst, an Personen oder Sachen. Sie wehrt auch unberechtigte Forderungen ab. Sie ist freiwillig, wird aber oft beim Mieten verlangt. Für deine eigenen Sachen zahlt sie nie.

Stand 2. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit · Quellen ch.ch

Zahlt die Privathaftpflicht oder nicht?

Sechs Fälle aus dem Alltag. Tipp auf deine Antwort.

0 von 6 beantwortet

  1. Du stösst bei Freunden eine teure Vase um.

    Auflösung

    Zahlt. Du hast fahrlässig Sachen einer anderen Person beschädigt. Genau dafür ist die Privathaftpflicht da, abzüglich Selbstbehalt.

  2. Dein eigenes Handy fällt dir auf den Boden.

    Auflösung

    Zahlt nicht. Die Haftpflicht zahlt nur Schäden bei anderen. Für eigene Sachen ist höchstens die Hausratversicherung zuständig, für Bruch meist nur mit einem Zusatz.

  3. Beim Auszug zeigt der Parkettboden Kratzer von deinen Möbeln.

    Auflösung

    Kommt drauf an. Normale Abnützung zahlst du nicht und die Versicherung auch nicht. Echte Schäden an der Mietwohnung sind in vielen Policen als Mieterschäden eingeschlossen.

  4. Du beschädigst absichtlich das Auto deines Nachbarn.

    Auflösung

    Zahlt nicht. Absichtlich verursachte Schäden sind nie gedeckt.

  5. Dein sechsjähriges Kind wirft einen Ball in eine Fensterscheibe.

    Auflösung

    Kommt drauf an. Kleine Kinder haften rechtlich oft nicht, und Eltern nur, wenn sie die Aufsicht verletzt haben. Viele Policen zahlen solche Schäden trotzdem, wenn du das wünschst. Schau in deine Bedingungen.

  6. Du fährst mit dem Velo in ein parkiertes Auto.

    Auflösung

    Zahlt. Den Schaden am Auto zahlt deine Privathaftpflicht. Mit einem schnellen E-Bike mit Kontrollschild ist es dessen eigene Haftpflicht.

Allgemeine Antworten. Was genau gedeckt ist, steht in deiner Police. Keine Beratung.

Was zahlt die Privathaftpflicht?

  • Personenschäden. Du verletzt jemanden, etwa beim Skifahren.
  • Sachschäden. Du beschädigst etwas, das anderen gehört.
  • Folgekosten. Zum Beispiel den Lohnausfall der verletzten Person.
  • Abwehr. Ist eine Forderung unberechtigt, wehrt die Versicherung sie für dich ab.

Nicht gedeckt sind deine eigenen Sachen, absichtlich verursachte Schäden und Schäden mit dem Auto.

Brauchst du sie als Mieterin oder Mieter?

Viele Vermieter verlangen sie. Prüf, ob Mieterschäden eingeschlossen sind. Das sind Schäden an der gemieteten Wohnung, die über die normale Abnützung hinausgehen, etwa ein Brandloch im Teppich oder ein zerkratztes Lavabo.

Was heisst das in Franken?

Die Prämie ist im Vergleich zum Risiko klein. Ein einziger Personenschaden, etwa ein Skiunfall mit Spitalaufenthalt und Lohnausfall, kann zehntausende Franken kosten. Deshalb lohnt sich die Versicherung für fast alle.

Was viele falsch verstehen

  • «Die Haftpflicht ist obligatorisch.» Falsch, sie ist freiwillig. Ohne sie haftest du aber mit deinem ganzen Vermögen.
  • «Die Haftpflicht zahlt auch meine Sachen.» Falsch. Dafür ist die Hausratversicherung da.
  • «Bei Kindern zahlt immer die Versicherung.» Kleine Kinder haften oft rechtlich nicht. Viele Policen zahlen trotzdem, wenn du das willst. Lies deine Bedingungen.

Das fragen sich andere auch

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Versicherer empfehlen 3 bis 20 Millionen Franken. Ein Personenschaden kann sehr teuer werden, eine hohe Summe kostet kaum mehr Prämie.

Wie hoch ist der Selbstbehalt?

Das wählst du beim Abschluss, üblich sind einige hundert Franken. Bei Mieterschäden gilt oft ein eigener Selbstbehalt.

Ist meine Familie mitversichert?

Mit einer Familienpolice sind alle Personen im gleichen Haushalt versichert. Prüfe, ob Kinder in Ausbildung auswärts ebenfalls dazugehören.

Zahlt die Haftpflicht, wenn ich ein Auto ausleihe?

Schäden mit einem Motorfahrzeug zahlt die Autohaftpflicht des Fahrzeugs. Manche Privathaftpflichtpolicen haben einen Zusatz für Schäden am geliehenen Auto selbst.

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Alle Schritte zu «Wer zahlt meinen Schaden?»

Quellen und Stand

Diese Seite erklärt allgemein und ersetzt keine persönliche Beratung. Massgebend sind Gesetz und deine Police.

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